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Scan2BIM: Bestandsaufnahme in Niedersachsen

Aktualisiert: 11. Feb.

Vom 3D-Aufmass über die Punktwolke zum 3D-Modell: Wie ein "digitaler Zwilling" in ArchiCAD bei DRAFT3D entsteht, lässt sich gut an einer kürzlich abgeschlossenen Auftragsarbeit in Niedersachsen zeigen.


Das Objekt, das es zu vermessen gilt, befindet sich in der Nähe von Lüneburg. Eine Familie möchte ihr Haus umbauen lassen und hat ein regionales Architekturbüro mit der Planung beauftragt.

Es gibt keine Bestandspläne von dem Haus. Deshalb erhielten wir von den Architekten den Auftrag, ein Punktwolkenaufmaß anzufertigen, um daraus ein 3D-Modell zu erstellen. Aus dem können dann alle notwendigen Pläne, zum Beispiel Grundrisse, Ansichten und Schnitte erzeugt werden.


Wir rücken mit dem BLK360-Scanner aus zum Termin, um das Gebäude aufzumessen. Bei der Vermessung des Dachbodens kann der Laserscanner seine Vorzüge besonders gut ausspielen.

Der Laserscanner BLK360 erstellt verschiedene Scans vom Dachboden des Gebäudes, die aufs iPad übertragen werden und dort zu einer Punktwolke verknüpft werden (Bild oben rechts). Das Video (unten) zeigt kurz, wie das funktioniert.

Nach drei Stunden ist der Vermesser-Termin beendet, wir haben 45 Scans im Kasten und fahren zurück ins Büro nach Hamburg. Hier werden die Daten vom iPad auf den Computer übertragen.


Jetzt beginnt der zweite Teil des Auftrags: Die Modellierung des 3D-Modells.

Die Punktwolke wird mit Hilfe eines speziellen Aufsatzes (Add-On) - in unserem Fall des BIMM Tools - in die CAD Software Archicad geladen und 3D nachmodelliert. Wir fahren das Punktwolkenmodell Stück für Stück ab und definieren die Bauteile.

Hier ein kurzer Einblick, wie in ArchiCAD aus einer Punktwolke ein 3D Modell erzeugt wird mit unterschiedlichen 3D Perspektiven, sowie 2D Plänen, Grundrissen und Schnitten.


Die Positionierung der Bauteile (Wände, Fenster, Decken) erfolgt mit wenigen Klicks. Hierfür fungiert die Punktwolke wie eine 3D-Pausvorlage. Damit lässt sich ein fast 100 Prozent genauer "digitaler Zwilling" erzeugen. Dieser wird künftig nicht nur die Geometrie des Gebäudes enthalten, sondern BIM-tauglich auch Informationen für Baustoffe, Lasten, Brandschutz usw.


Nach drei Tagen ist das Modellieren abgeschlossen und das 3D-Modell fertiggestellt. Zusammen mit der Punktwolke und den erstellten 2D-Plänen wird es an den Auftraggeber verschickt.

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